Wie viele Einwohner hat Freiburg-Hochdorf, was mache ich gegen akuten Muskelkater oder wo ist der nächste Bäcker in meiner Nähe? Wo für die Beantwortung früher bisweilen noch ein größerer Rechercheaufwand betrieben werden musste, reichen heute wenige Klicks: Seit nunmehr 17 Jahren gibt es die Suchmaschine Google. Längst hat sich der Begriff „googlen“ im Duden-Wortschatz etabliert und das „Googlen“ gehört zur täglichen Alltagsbewältigung selbstverständlich dazu.

Nach „Panda“ und „Penguin“ setzt Google auf das Pferd „Mobile Friendly“

Das Kerngeschäftsfeld des weltweiten Suchmaschinen-Marktführers liegt nach wie vor in der Suchfunktion, in den vergangenen Jahren kamen jedoch eine Reihe von Software-Lösungen und der Ausbau kontextsensitiver Werbung hinzu. Um die Marktführerschaft weiter auszubauen und bestmögliche Suchtreffer liefern zu können, führt Google in regelmäßigen Abstände Updates durch. Das aktuelle große Update ist auf den 21. April 2015 datiert und steht unter dem Stern „Mobile Friendly“.

Google Update positiv für responsive Seiten
„Googlen“ löst schnell die Fragen des Alltags.

„Mobile Friendly“-Websiten werden bei der Suche mit einem größeren Gewicht bewertet.

Hintergrund der Google-Updates

Primäres Ziel von Google ist es, dem User die Suchergebnisse nach Relevanz zu präsentieren. Der Suchalgorithmus bei Google setzt sich aus über 200 verschiedenen Werten zusammen, die beispielsweise das Auftreten von Suchbegriffen in verschiedenen Inhaltselementen der Seite, Keywords und Linkpopularität berücksichtigen. Der Algorithmus ist ständigen Anpassungen unterworfen, die jüngsten beiden großen Updates waren Google Panda im Jahr 2011 und Google Penguin im Jahr 2012. Die größte Auswirkung des Panda-Updates bestand in der besseren Suchmaschinenbewertung von Seiten mit hochwertigem Inhalt. Das Penguin-Update richtete sich gegen überoptimierte Seiten, die im OnPage-Bereich Keyword-Suffing und unnatürliche Linkmuster aufwiesen.

Mobile Suche rückt in den Fokus

Jetzt kommt ein weiteres, bereits im Vorfeld vieldiskutiertes Update hinzu: Google hat den Algorithmus für die Websuche mit Smartphones verändert. Sogenannte „Mobile Friendly“-Websites werden in der Suche künftig mit größerem Gewicht bewertet. Experten gehen davon aus, dass die Auswirkungen dieses Updates größer sind als die der Panda- und Penguin-Updates.

Hintergrund des Updates ist die Tatsache, dass die Nutzer weltweit künftig mehr Suchanfragen von mobilen Endgeräten durchführen. Mit dem neuen Update soll die Interaktion mit mobilen Inhalten erleichtert und die Bedienbarkeit verbessert werden. Außerdem werden nun die Suchergebnisse mehr vom Kontext der Websuche abhängig sein – also vorherige Suchanfragen, aktuelle Inhalte des Browsers und verwendete Apps in die Ergebnislieferung miteinbezogen. 

Welche Auswirkungen hat das Update auf meine Website?

Das neue Update wird in der Desktopansicht von Websites keine Auswirkung haben. Wer keine responsive Website besitzt, läuft jedoch Gefahr, bei der Suche mit einem mobilen Endgerät schlechter gerankt zu werden. Neben der Responsivität gibt es weitere Faktoren, die eine Rolle spielen. Wir haben diese in einer Checkliste zusammengefasst.

Responsive Seiten positiv durch Google Update bewertet
Bei responsiven Seiten (links) passen sich die Inhaltselemente an die Möglichkeiten des Endgeräts an – bei nicht responsiven Seiten ist die Darstellung immer gleich.
Google Update Mobile Friendly
Mit einem Klick viele wichtige Regeln einhalten.

Testen Sie Ihre Website mit den kostenlosen Google-Tools

Ist Ihre Website „Mobile friendly“? Google stellt zwei Tools zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Website einfach testen können: Mit dem Tool „Mobile Friendly“ können Sie überprüfen, ob Ihre Website die sieben Anforderungen aus der Checkliste erfüllt. Informationen über weitere Rankingfaktoren, wie etwa die Ladezeit einer Seite, werden jedoch nicht angegeben.

Dazu hilft „Pagespeed Insights“, denn damit wird überprüft, ob Ihre Seite innerhalb von einer Sekunde geladen wird. Denn laut Google wird durch eine längere Ladezeit der Gedankenfluss eines Users unterbrochen und somit das Nutzererlebnis gemindert.

Wir helfen Ihnen gerne!

Wenn Sie Fragen zu Ihrer Website haben, kontaktieren Sie unsere TANDEM-Spezialisten! Wir beraten Sie gerne zu sinnvollen Maßnahmen im Entwicklungs- und SEO-Bereich!

Checkliste: Sieben Regeln für eine Mobile Friendly Website:

  1. CSS und Java Script der Webseite dürfen nicht blockiert sein.
  2. Der mobile Darstellungsbereich muss konfiguriert sein, damit die Seite an die jeweilige Gerätebreite angepasst werden kann. Hierzu muss im Head des     Quellcodes folgende Angabe eingefügt werden: <meta name=viewport content="width=device-width, initial-scale=1">
  3. Lassen Sie Platz: Um die mobile Bedienbarkeit zu gewährleisten, dürfen Links nicht zu nah aneinander liegen. Schaltflächen müssen mindestens 48 CSS-Pixel (7 mm) groß sein. Wenn Schaltflächen kleiner als 7 mm sind, müssen ausreichend Abstände vorhanden sein.
  4. Um Lesbarkeit zu gewährleisten, muss die Schrift auf dem mobilen Gerät mindestens 12 CSS-Pixel entsprechen. Optimale Schriftgrößen sind laut Googleempfehlung 16 CSS-Pixel (Basisgröße), 12 CSS-Pixel (klein), 20 CSS-Pixel (groß). 
  5. Es sollte keine Zielseiten-Weiterleitung vom Desktop zu mobilen Domains benutzt werden. Besitzt Ihre Website kein responsives Webdesign, kann ein mobiles Template geschaffen werden. Jede Desktop-Webseite sollte via rel=“alternate“-Verweis auf das Dependent der mobile Seite zeigen und die mobile Seite via Canonical-Tag rel=“canoncial“ eins zu eins zurück auf das Desktop-Dependent zeigen.
  6. Nutzen Sie keine Technologien, die nicht auf Smartphones funktionieren (z. B. Flash).
  7. Zeit ist Geld – oder Suchmaschinenplatzierung: Optimieren Sie die Ladezeit Ihrer Website auf ein Maximum, denn auf Smartphones ist die Ladezeit größer als auf dem Rechner-Desktop. Jede eingesparte Millisekunde kann Ihre Klickrate und somit auch Ihre Googleplatzierung verbessern. 
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